Wappenfenster

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Weintrauben und Wappen von Volketswil:  In einem quadratischen roten Feld mit weissen Sternen befindet sich zu innerst das Dorfwappen von Volketswil umgeben von Weintrauben, die wiederum im Umriss einer Blume schön symmetrisch an allen Seiten des Wappen­quadrates angebracht sind.  

Über dem Zenit der Blume in das bläulich kolorierte Glas über dem Feld hineingemalt ein roter abflugbereiter Vogel. Unten versammeln sich zwei weitere Vögel, links ein grüner, rechts ein weisser, sie scheinen sich an den Trauben gütlich zu tun.Zusammen mit den Ähren auf der andern Seite weisen die Trauben auf Brot und Wein und somit auf das Abendmahl. Vielleicht hat Hunziker aber gewusst, dass es in Volketswil in früherer Zeit auch Rebbau gab. 

Das wäre aber ein Hinweis mehr, dass der Künstler stärker als es der schnelle Verweis auf das Abendmahl wahrhaben möchte, sich auch bei diesem Bild an die Bitte im Unser Vater gehalten hat: Unser tägliches Brot (und unsern täglichen Wein) gib uns heute. Dass er das Abendmahl als Zeichen der Erlösung im Offenbarungsfenster mit den roten Tropfen, die vom Himmel fallen, ja schon explizit angedeutet hat, würde dies noch unterstreichen.

Die erste Bitte des Herrengebetes hat aber mit der Tatsache zu tun, dass die Menschen ihr Brot und eben auch ihren Wein selber erarbeiten müssen. Dies aufzunehmen, entspricht der Tendenz Hunzikers, der die biblische Botschaft gerne ikonographisch auf die Lebenswelt der Betrachter herunter­bricht. Dass wir Menschen trotz unserer eigenen Leistung über den Gaben den Geber nicht vergessen, das ist eine sehr wichtige Konkretisierung der Brotbitte im Unser Vater Gebet. 

Text: Hansjakob Schibler, Fotos: Peter Schärer 

 

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